Autor*innenwettbewerb, Preise und Jury

Autor*innenwettbewerb

Der Autor*innenwettbewerb ist das Herzstück des Heidelberger Stückemarkts. Das Theaterfestival richtet seit 1996 den vielbeachteten Wettbewerb mit hochdotierten Preisen als Talentförderung für neue Autor*innen aus.

Im Autor*innenwettbewerb sind Verlage, Studiengänge und ehemals nominierte Autor*innen vorschlagsberechtigt. Aus deren Einsendungen – in diesem Jahrgang waren es 72 – wählt das Festivalteam sechs Stücke aus. Hinzu kommen drei neue Stücke aus dem Gastland.

Im Rahmen des Festivals werden die nominierten Stücke in Lesungen mit dem Heidelberger Ensemble vorgestellt.

Im Autor*innenwettbewerb 2023 nominiert sind

Lamin Leroy Gibba, Kim de l’Horizon, Svealena Kutschke, Caspar-Maria Russo, Miriam UnterthinerLeonie Lorena Wyss

sowie aus dem Gastland Schweden 
Adel Darwish, Åsa Lindholm, Alejandro Leiva Wenger

Autor*innenpreise

Autor*innenpreis

Die Jury vergibt den Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts. Dieser wird gestiftet durch die Manfred Lautenschläger-Stiftung und ist mit 10.000 Euro dotiert. Außerdem wird die Premiere eines der nominierten Stücke das Festival im Folgejahr eröffnen - als Uraufführung oder Zweitaufführung.

Internationaler Autor*innenpreis

Der internationale Autor*innenpreis, gestiftet durch das Land Baden-Württemberg, ist dotiert mit 5.000 Euro und wird von der Stückemarkt-Jury an eine oder einen der drei nominierten Theaterautor*innen des Gastlandes vergeben.

Publikumspreis

Alle Theaterstücke des Autor*innenwettbewerbs sowie des internationalen Autor*innenwettbewerbs stehen zur Wahl für den Publikumspreis. Durch schriftliche Abstimmung nach jeder Stücklesung hat das Publikum die Möglichkeit, eine Gewinnerin oder einen Gewinner zu wählen.

Diese oder dieser erhält mit der Ehrung ein Preisgeld von 2.500 Euro, gestiftet durch den Freundeskreis des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Lesungen der nominierten Texte

Autor*innenwettbewerb Teil I

Autor*innenwettbewerb Teil II

Internationaler Autor*innenwettbewerb

Jugendstückepreis

Entsprechend dem KinderStückePreis der Mülheimer Theatertage NRW vergibt der Heidelberger Stückemarkt den Jugendstückepreis an eines der drei eingeladenen Jugendtheatergastspiele. Den*die Preisträger*in ermittelt die Jury gemeinsam mit einer Expert*innenschar von theaterinteressierten Jugendlichen.

Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert, gestiftet durch das Heidelberger Unternehmer*innen-Ehepaar Bettina Schies und Klaus Korte, KORTE Bauteile GmbH. Außerdem wird die Gewinnerproduktion ins Rahmenprogramm der Mülheimer Theatertage eingeladen.

Nachspielpreis

Mit Blick auf eine nachhaltige Förderung neuer Dramatik wurde 2011 der Nachspielpreis ins Leben gerufen. Der Nachspielpreis ist undotiert und mit einer Gastspieleinladung zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin verbunden.

Der Heidelberger Stückemarkt versteht den Nachspielpreis als Ermutigung an jene Theater, die Stücke noch einmal regulär auf den Spielplan zu setzen, welche zu Unrecht wenig beachtet wurden. Neue Stücke drohen oft im Uraufführungshype in Vergessenheit zu geraten – manchmal weil der*die Urheber*in ein*e wenig bekannte*r Jungautor*in ist oder weil die Uraufführung ihnen nicht gerecht wurde.

Der Nachspielpreis möchte darum Theater ehren, die das Risiko eingehen, solche Stücke wieder zur Aufführung zu bringen.

SWR Hörspielpreis

Erstmals kooperiert der Heidelberger Stückemarkt 2021 mit dem SWR und lobt einen neuen Preis aus: den SWR Hörspielpreis. Er geht an eins der Stücke des Autor*innenwettbewerbs, ist mit 5.000 Euro dotiert und wird vom SWR als Hörspiel produziert. Die Ursendung erfolgt beim nächsten Stückemarkt.

Für den Hörspielpreis wird die Jury ergänzt um den Chefdramaturgen beim SWR Hörspiel, Manfred Hess.

Stückemarkt-Jury

Mitglieder der Jury des Heidelberger Stückemarkts 2023 sind die Regisseurin Sapir Heller, die Kritikerin Christiane Lutz, die Dramaturgin Rania Mleihi, die Autorin Ulrike Syha sowie der Leitende Heidelberger Schauspieldramaturg Jürgen Popig.

Die Jury verleiht den deutschsprachigen und den internationalen Autor*innenpreis, den Jugendstückepreis sowie den Nachspielpreis.