Autor*innenwettbewerb, Preise und Jury

Autor*innenwettbewerb

Der Autor*innenwettbewerb ist das Herzstück des Heidelberger Stückemarkts. Das Theaterfestival richtet seit 1996 den vielbeachteten Wettbewerb mit hochdotierten Preisen als Talentförderung für neue Autor*innen aus.

Im Autor*innenwettbewerb sind Verlage, Studiengänge und ehemals nominierte Autor*innen vorschlagsberechtigt. Aus deren Einsendungen wählt das Festivalteam sechs Stücke aus. Hinzu kommen drei neue Stücke aus dem Gastland.

Im Rahmen des Festivals werden die nominierten Stücke in Lesungen mit dem Heidelberger Ensemble vorgestellt.

Autor*innenpreise

Autor*innenpreis

Die Jury vergibt den Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts. Dieser wird gestiftet durch die Manfred Lautenschläger-Stiftung und ist mit 10.000 Euro dotiert. Außerdem wird die Premiere eines der nominierten Stücke das Festival im Folgejahr eröffnen - als Uraufführung oder Zweitaufführung.

Internationaler Autor*innenpreis

Der internationale Autor*innenpreis, gestiftet durch das Land Baden-Württemberg, ist dotiert mit 5.000 Euro und wird von der Stückemarkt-Jury an einen*eine der drei nominierten Theaterautor*innen des Gastlandes vergeben.

Publikumspreis

Alle Theaterstücke des Autor*innenwettbewerbs sowie des internationalen Autor*innenwettbewerbs stehen zur Wahl für den Publikumspreis. Durch schriftliche Abstimmung nach jeder Stücklesung hat das Publikum die Möglichkeit, eine Gewinnerin oder einen Gewinner zu wählen.

Der*die Gewinner*in erhält mit der Ehrung ein Preisgeld von 2.500 Euro, gestiftet durch den Freundeskreis des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Jugendstückepreis

Entsprechend dem KinderStückePreis der Mülheimer Theatertage vergibt der Heidelberger Stückemarkt den Jugendstückepreis an eines der drei eingeladenen Jugendtheatergastspiele. Den*die Preisträger*in ermittelt die Jury gemeinsam mit einer Expert*innenschar von theaterinteressierten Jugendlichen.

Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert, gestiftet durch das Heidelberger Unternehmer*innen-Ehepaar Bettina Schies und Klaus Korte, KORTE Bauteile GmbH. Außerdem wird die Gewinnerproduktion ins Rahmenprogramm der Mülheimer Theatertage eingeladen. Die anderen nominierten Autor*innen erhalten je 2.000 Euro.

 

Nachspielpreis

Mit Blick auf eine nachhaltige Förderung neuer Dramatik wurde 2011 der Nachspielpreis ins Leben gerufen. Der Nachspielpreis ist undotiert und mit einer Gastspieleinladung zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin verbunden.

Der Heidelberger Stückemarkt versteht den Nachspielpreis als Ermutigung an jene Theater, die Stücke noch einmal regulär auf den Spielplan zu setzen, welche zu Unrecht wenig beachtet wurden. Neue Stücke drohen oft im Uraufführungshype in Vergessenheit zu geraten – manchmal weil der*die Urheber*in ein*e wenig bekannte*r Jungautor*in ist oder weil die Uraufführung ihnen nicht gerecht wurde.

Der Nachspielpreis möchte darum Theater ehren, die das Risiko eingehen, solche Stücke wieder zur Aufführung zu bringen.

FIDENA Stückepreis

Um die Verbindung zwischen neuer Dramatik und Figurentheater zu stärken, kooperierte das Theater und Orchester Heidelberg 2025 erstmals mit dem Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst (dfp) sowie dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und vergab im Autor*innenwettbewerb 2025 den mit 5.000 Euro dotierten FIDENA Stückepreis, verbunden mit einer Ur- oder Zweitaufführung des prämierten Textes in der Puppenspielsparte des Musiktheater im Revier in der darauffolgenden Spielzeit. 

Der FIDENA Stückepreis wird dann wieder im Rahmen des Heidelberger Stückemarkts 2027 vergeben.

SWR Kultur Hörspielpreis

Von 2021 bis 2025 kooperierte der Heidelberger Stückemarkt mit dem SWR und lobte den mit 5.000 Euro dotierten SWR Kultur Hörspielpreis aus, der an eines der für den Autor*innenwettbewerb nominierten Stücke vergeben wurde. Außerdem wurde der Text von SWR Kultur als Hörspiel produziert, die Ursendung erfolgte beim Stückemarkt des folgenden Jahres.