Feedback von Kinder- und Schulgruppen
Theaterbesuche benötigen manchmal Zeit, um verdaut zu werden, und oft sind beim anschließenden Nachgespräch noch nicht die passenden Worte parat. Dennoch haben Zuschauer*innen vielleicht auch später noch Lust, dem Team einer Produktion Feedback zu geben.
Wir freuen uns auch im Nachhinein über Meinungen, Kommentare und Eindrücke und präsentieren diese hier.
Ihr Feedback können Sie gerne an kunstundvermittlung [at] theater.heidelberg.de schicken.
Rückmeldungen einer 6. Klasse des Hohenstaufen-Gymnasium Eberbach zum Besuch von »20.000 Meilen unter dem Meer« im Januar 2025:
»Biedermann und die Brandstifter im Heidelberger Theater - Beeindruckend und modern«
Von Anna Messer und Elisabeth Koinegg, Helmholtz-Gymnasium, Klasse 9b, Rezension im Rahmen von »Schüler machen Zeitung«:
Das Drama „Biedermann und die Brandstifter – Ein Lehrstück ohne Lehre“ geschrieben von Max Frisch und uraufgeführt im Jahr 1953 begeisterte am 14. Januar 2025 die neunten Klassen des Helmholtz Gymnasiums aus Heidelberg im Zwinger 1 des Heidelberger Theaters.
Das Stück handelt von Gottlieb Biedermann, einem wohlhabenden Unternehmer, der die beiden Brandstifter Schmitz und Eisenring bei sich aufnimmt, obwohl diese ihm mehrfach offen ihre wahren Absichten, nämlich die gesamte Stadt in Brand zu stecken, mitteilen. Damit werden unter anderem die Themen Mitläufertum, Ignoranz und aufkommende Krisen behandelt.
Drei herausstechende Merkmale, die uns begeistern, sind die Interpretation der Rollen der Schauspieler, das Bühnenbild als Metapher und die Modernisierung der Chorpassagen.
Die Interpretation der Rollen gefällt uns vor allem wegen der Überzeugungskraft und der Attitüde der Emotionen.
Das Bühnenbild als Metapher, welches sich im Verlauf des Stückes immer kleiner wurde, gefällt uns insofern, weil dadurch das Ablaufen der Zeit und die näher kommende, drohende Gefahr verbildlicht wird.
Der dritte und letzte Aspekt ist die Modernisierung der Chorpassagen, welche Mithilfe von Rap-Gesang erzielt wurde. Diese gefällt uns, da die Texte aktualisiert wurden und auf diese Weise zugänglicher für junges Publikum gemacht wurden.
Letztenendes lässt sich sagen, dass das Heidelberger Theater eine sehr eindrucksvolle Inszenierung des Stückes „Biedermann und die Brandstifter“ auf die Bühne gebracht hat. Diese überzeugte auch die Schülerinnen und Schüler des Helmholtz Gymnasiums sehr, welche auch das Kostüm, die Schauspieler und die Modernisierung lobten und meinten, es wäre das beste Stück gewesen, welches sie bisher im Theater gesehen hätten.
Facebook-Post der Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule Eppelheim vom 10. November 2023 zum Theaterbesuch von »Der Besuch der alten Dame« der 10. Klasse:
Zehntklässler erleben mitreißenden Theaterabend
Wie viel ist uns Moral wert? Um diese Frage dreht sich das beeindruckende Drama »Der Besuch der alten Dame« von Friedrich Dürrenmatt, das die Klassen 10a/b/c (hier die 10a) mit ihren Lehrer/innen Frau Scharer, Frau Macholz, Frau Ritter, Herrn Seitz und Herrn Böhmann heute Abend im Stadttheater Heidelberg erleben durften.
Die Story von der skrupellosen Milliardärin, die zurück in ihre Heimatstadt kommt, um für ihre Gerechtigkeit einen Mord geschehen zu lassen, fesselte die Schülerinnen und Schüler. Besonders beeindruckend fanden sie die aufwändige Bühnentechnik und die tollen schauspielerischen Leistungen.
Herzlichen Dank dem Team des Stadttheaters Heidelberg für den wunderbaren Theaterabend und die jahrelange Kooperation mit unserer Schule!
(Copyright Marc Böhmann, Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule)
Äußerungen und Schlussfolgerungen einer 4. Klasse des Englischen Instituts Heidelberg nach dem Besuch von »Des Kaisers neue Kleider – Mottenzeit«:
»Ich fand die Kleidung der Prinzessin witzig.«
»Ich fand das Stück toll, weil man gelernt hat, dass es nicht wichtig ist, was man trägt.«
»Mir hat das Theaterstück sehr gefallen, vor allem die Motte.«
»Man muss nicht gut aussehen, um Freunde zu bekommen.«
»Jede/r darf tragen, was er/sie will und dass es nichts im Innerlichen ausmacht, was man trägt.«
»Wir sollten nicht nur auf das Äußere achten, sondern auf das Innere.«
Rückmeldungen zweier 5. Klassen der Stephen-Hawking-Schule Neckargemünd zum Besuch des 1. Jugendkonzertes »Die Moldau« im Dezember 2024:
Rückmeldungen von Schüler*innen der Klasse 5c des Hohenstauffen-Gymnasiums Eberbach zum Theaterbesuch von »Die Schöne und das Biest« im Dezember 2024:
Rückmeldungen von Schüler*innen der 10. Klassen des Max-Born-Gymnasiums Neckargemünd zum Theaterbesuch von »Der Besuch der alten Dame« am Freitag, 10. November 2023:
Bericht von Marc Böhmann in den Eppelheimer Nachrichten vom 6. Mai 2023 über den Theaterbesuch der Klassen 9a, 9b und 9c der Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule am 25. April 2023:
»Mord im Orient-Express«
Mitreißender Theaterabend im Stadttheater Heidelberg
In der letzten Woche besuchten die Klassen 9a, 9b und 9c mit ihren Klassenlehrern Julia Scharer, Stephan Seitz und Marc Böhmann das Heidelberger Stadttheater. Auf dem Spielplan stand »Der Mord im Orient-Express« nach dem weltberühmten Kriminalroman von Agatha Christie. Die 60 Schülerinnen und Schüler erlebten eine mitreißende Inszenierung mit beeindruckendem Bühnenbild, opulenter Licht- und Tontechnik und tollen schauspielerischen Leistungen. Darüber hinaus gab es viel Slapstick, witzige Dialoge und spannende Szenen. Das Stück handelt vom Detektiv Hercule Poirot, der einen ungewöhnlichen Mord während der Fahrt im berühmten Orient-Express auflösen muss. Am Ende steht er vor einem schier unlösbaren ethischen Dilemma.
Der Theaterbesuch der drei neunten Klassen ist eingebettet in die Unterrichtseinheit zum Thema »Drama«.
Wir sind sehr dankbar, dass wir seit vielen Jahren mit dem Theater der Stadt Heidelberg kooperieren dürfen!
Artikel von Elina Ruf, Klasse 9a, Elsenztalschule (erschien auch in der RNZ »Schüler machen Zeitung«):
Am Donnerstag, 20.04.2023, wurde im Heidelberger Theater das Stück »Mord im Orientexpress« von der Krimi-Autorin Agatha Christies aufgeführt und ich besuchte es zusammen mit meiner Klasse im Rahmen der Kooperation unserer Schule mit dem Theater. Die Regie wurde von Christian Brey geführt, die Hauptrolle wurde von Hendrik Richter gespielt. Der Inhalt: Ein Mord im Orientexpress, der noch dazu im Schnee steckenbleibt, doch befindet sich unter den Fahrgästen der belgische Detektiv Hercule Poirot, der dann kurzerhand anfängt, den Fall zu lösen und am Ende bemerkt, dass vieles in Verbindung steht. Die Rollen waren übersichtlich und das Licht wurde gut eingesetzt außerdem wurde das ganze Stück in einem Wagon von dem Orientexpress gespielt. Was auch gut eingesetzt wurde, war die Pause, in der man darüber reden konnte, was passiert ist und wie es weitergehen würde. Mein Lieblingscharakter ist der der belgische Detektiv Hercule Poirot, der immer für einen Franzosen gehalten wird wegen seines französischen Akzentes. Ich mag ihn aber auch, weil er durch seine Art und seinem Humor wie ein guter Zeitgenosse wirkt. Was auch sehr überraschend und unglaublich war, ist dass der eigentliche Schauspieler namens Benedict Fellmer vermutlich einen Tag vor der Vorführung krank wurde und der neue Schauspieler des Schaffners diesbezüglich den Text und seine Rolle im vermutlichen Zeitfenster von einem Tag einstudierte und sie dann unglaublich gut und überzeugend schauspielerte. Als es am Ende zum Applaudieren kam, waren alle im Theater-Saal darum so begeistert, dass, wann immer der Schauspieler des Schaffners auf die Bühne kam, immer extra laut und schneller geklatscht wurde. Ich denke, dass der Schauspieler des Schaffners den Respekt vom kompletten Publikum bekam, zumindest hat er meinen. Am Ende denke ich, dass auch nicht Krimi-Fans gefallen an dem Stück finden werden und Theorien aufstellen, wer denn der Mörder sein könnte.
Rückmeldungen einer 12. Klasse der Kooperationsschule H.I.S. Heidelberg International School nach ihrem Theaterbesuch von »Propaganda« am 7. Oktober 2025:
»I found the play really unique, especially with the interplay and combination between different languages, theater styles (such as showing the events using livestreaming), intertextuality and different characters extremely captivating and interesting. I would have liked for there to be a more apparent plot and thread which connected the whole play, however perhaps the absence of such, played into the idiosyncratic nature of this play. Overall, it was definitely worth my time to give up my Tuesday evening relishing this play.«
»I thought the play to be completely different from the plays we study and studied in English, German and the Performing Arts, due to the time difference. I thought it was difficult to follow due to 4 different languages, despite knowing 2 and a half. I find older plays to both have an engaging plot and a deeper message while this plays main focus seemed to be on the message rather than the message’s vessel. Perhaps modern plays are unable to gain attention without providing a jarring portrayal of the world. Watching the play gave me a necessary update on the current state of art.«
»The beginning of the play was more overstimulating than successful in delivering the actual message, due to the continuous screaming of one of the actors. However, the point of the play was to provoke the audience in order to leave a lasting impression, which was clearly achieved by the end of the play. The use of different media was used to represent the simultaneous narratives occurring in differing parts of the world, and therefore diverse cultures. While it was occasionally difficult to follow, especially due to the dialogue being written in several different languages with many subtitles at once, it clearly portrayed various global themes, such as toxic masculinity, racism, and gender roles. Therefore, while the beginning of the play started in a chaotic nature, the critique on societal issues was well delivered, hence making the play worth our time.«
»Personally, I think there was an excellent hook to the play, which captured my attention throughout the two hours. I found the portrayal of the incel a nice mix of reality and humor, and knowing the terminology I felt like I had a leg up when it came to understanding what he was saying. The play was very modern, while I am used to analysing more traditional ones in class. It was hard to follow at parts, not because I did not understand what was going on, but because I was unable to string the scenes together. However, after conversing with my friends I figured out that randomness is part of the message. Overall it was a nice way to do something different, even though I do not like having to sit in silence.«
Bericht von Dirk Wippert, Lehrer der Klasse 10a vom Goethe-Gymnasium Germersheim, über den Besuch von »Tschick« am Theater und Orchester Heidelberg: