Natascha Kalmbach

Natascha Kalmbach ist nach 10 Jahren Leitung des Jungen Theaters Heidelberg jetzt wieder freiberufliche Regisseurin.

Bis 1990 studierte sie Theaterwissenschaft, Nordische Philologie und Neue Deutsche Literaturgeschichte an der LMU in München. Nach weiteren Lehrjahren als Regieassistentin an der Badischen Landesbühne Bruchsal und an den Städtischen Bühnen Münster arbeitete sie ab 1995 als freiberufliche Regisseurin mit dem Schwerpunkt Junges Theater unter anderem an der Württembergischen Landesbühne Esslingen, den Wuppertaler Bühnen, am Landestheater Salzburg, am Theater Kiel und am Schauspiel Essen. Mit ihrer Inszenierung von »Rose und Regen, Schwert und Wunde« gewann sie 1994 den Regiepreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 2009 bis 2012 war sie künstlerische Leiterin des Jungen Theaters an der Landesbühne Niedersachsen-Nord in Wilhelmshaven. Im Rahmen dieser Tätigkeit leitete und organisierte sie 2011 das deutsch-niederländische Kinder- und Jugendtheaterfestivals vis-à-vis. Neben ihrer Arbeit als Regisseurin schreibt sie auch Stücke und Bearbeitungen. Ihre Texte »Psst! Frau Prof. Dr. D. Zibel hat einen Ohrwurm« und »(K)eine Ahnung vom Leben« wurden in Wilhelmshaven und Münster uraufgeführt. Ihre Fassung der »Bremer Stadtmusikanten« und »Abgehoben. Abgeflogen. Abgehoben« sind beim Drei Masken Verlag verlegt. Mittlerweile hat sie über 90 Inszenierungen erarbeitet, unter anderem hier in Heidelberg »Wunschpunsch« (2015), »Blutrote Schuhe« (2016), »Verschwommen« (2018), »Orpheus ohne Angst« (2020), »Rodrigo Raubein« (2021), »Momo« (2024) und zuletzt in Zusammenarbeit mit Iván Pérez (Leiter des DTH) »Das hässliche Entlein« (2026). 2016–2026 engagierte sie sich als Sprecherin des Arbeitskreises Junges Theater Baden-Württemberg für die Belange des Kinder- und Jugendtheaters. 2018–2026 war sie am Theater Heidelberg Mitglied der Vertrauensgruppe, die Unterstützung bei sexuellem beziehungsweise Machtmissbrauch angeboten hat.

Siehe auch: www.nataschakalmbach.de

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