Leon Wieferich
Leon Wieferich ist an den Produktionen »Ein Platz im Gedächtnis« und »saufen fechten heidelberg« auf und hinter der Bühne beteiligt und war von 2020 bis 2024 im Ensemble des Jungen Theaters. Seit 2024 lebt er freischaffend in Köln und spielt am Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Schauspiel Köln, dem Staatstheater Nürnberg und in diversen freien Projekten unter anderem beim Kunstfest Weimar.
Er wurde 1992 in Düsseldorf geboren und wusste spätestens seit seiner ersten Titelrolle als der böse Wolf in seiner Grundschule, dass auf der Bühne stehen und dafür bezahlt werden ein bisschen wie im Leben schummeln ist. Nach der Schule erstmal als Fernfahrer und in der Gastro unterwegs, bis es zum Schauspielstudium an die Kunstuniversität Graz ging. Erstengagement am Stadttheater Bremerhaven, danach Arbeiten unter anderem mit Tuğsal Moğul, Ildikó Gaspar, Polina Solotowitzi und Yvonne Kespohl. Die in Düsseldorf entstandene Produktion »Blinde Kuh mit dem Tod« (Regie Robert Gerloff) wurde zu internationalen Gastspielen in der Ukraine und in Brasilien eingeladen.
In Heidelberg entstanden einige Herzensprojekte, die auch Erfolge feiern durften: Die Uraufführung von Schimmelpfennigs »Das Märchen von der kleinen Meerjungfrau« (Regie Marcel Kohler) gewann den KinderStückePreis der Mülheimer Theatertage; »Ein Platz im Gedächtnis« erhielt den 1. Preis des Theaterwettbewerbs andersartig gedenken on stage; »saufen fechten heidelberg« läuft in der sechsten Spielzeit und war bei Festivals sowie am Schauspiel Hannover zu sehen. Mit dem Kollektiv Neuland entwickelte er interaktive Performances wie »Ja klar, am Ende ist dann eh wieder der Kapitalismus schuld«.
Als Theatermacher brennt Leon Wieferich für kollektive Prozesse und politisches Theater, das auch mal frech wird, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen. Ein Schwerpunkt liegt auf Recherche und Stückentwicklung. Als neon lobster legt er elektronische Musik auf und trägt diesen Namen wirklich schon länger als Florentina Holzingers Produktionsfirma.
Aktuelle Spielzeit
- Recherche und Text
- Ein Platz im Gedächtnis