Firebird & Rite of Spring

von Iván Pérez mit Musik von Igor Strawinsky

Uraufführung
Uraufführung
Tanz
Marguerre-Saal
[empfohlen ab 16 Jahren]

1910 und 1913 feierten in Paris »Der Feuervogel« und »Le sacre du printemps« ihre Uraufführung. Mit Musik von Igor Strawinsky und Choreografien von Michel Fokine und Vaslav Nijinsky markieren beide Ikonen der Tanzgeschichte nicht nur einen Höhepunkt der Balletttradition, sondern auch einen deutlichen Bruch. Während in »Der Feuervogel« die exotische Figur des Feuervogels den Blick auf sich zieht, zeigt »Le sacre du printemps« eine geschlossene Gemeinschaft, die eines ihrer Mitglieder zum Opfer bringt – ein Vorgang, der das Verfremden von dem, was einmal bekannt war, impliziert.

Mit seiner neuen Kreation »Firebird & Rite of Spring« will der künstlerische Leiter des Dance Theatre Heidelberg, Iván Pérez, die unterschiedlichen Handlungen neu denken. In Zusammenarbeit mit Elias Grandy und dem Philharmonischen Orchester Heidelberg hinterfragt er die Wirkung eines fremden Elements auf ein gegebenes soziales Arrangement. 

Zu dieser Produktion gibt es spielplanbegleitende Angebote aus dem Bereich Kunst & Vermittlung.

Choreografie und Regie
Musikalische Leitung
Bühne
Kostüme
Lichtdesign
Choreografische Assistenz
Dramaturgie
Künstlerische Mitarbeit
Produktionsleitung
Tanzpädagogik
Wissenschaftliche Unterstützung
Christoph Flamm
Inspizienz
Sandra Wisotzki
Bühnenbildassistenz
Rimma Elbert
Physiotherapie DTH
Astrid Nedbal, Marc Lauer und das Team von PLÖCKPHYSIO Heidelberg
Technischer Direktor
Peer Rudolph
Technischer Produktionsleiter
Jens Weise
Leiterin der Bühnentechnik
Michaela Abts
Bühnenmeister
Brandon Ess
Leiter der Beleuchtungsabteilung
Ralf Kabrhel
Beleuchtungsmeister
Ralph Schanz
Leiter der Tonabteilung
Alexander Wodniok
Tontechniker*in
Luisa Sachs, Konstantin Springer
Leiterin der Kostümabteilung
Katharina Kromminga, Kristina Flachs (Stellv.)
Gewandmeisterin Damen
Dagmar Gröver
Gewandmeisterin Herren
Katja Ulrich
Leiterin der Ankleiderei
Sabrina Flitsch
Chefmaskenbildnerin
Kerstin Geiger, Martina Müller (Stellv.)
Leiterin der Requisite
Lotte Linnenbrügger
Vorstand des Malersaals
Dietmar Lechner
Theatermaler
Dmitry Sludyanin
Leiter der Dekorationswerkstatt
Markus Rothmund
Leiter der Schlosserei
Karl-Heinz Weis
Leiter der Schreinerei
Klaus Volpp

Zur Einführung hören Sie hier ein Interview in englischer Sprache mit dem Choreografen Iván Pérez. Die Fragen stellte Tanzdramaturg Marcos Mariz.

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Trailer von Siegersbuschfilm

Mit seiner Neuinterpretation eines Klassikers, in der er den »Kipppunkt in Entfremdung und Gewalt oder in mentale Abgründe« verhandle, sei Iván Pérez ein hohes Risiko eingegangen, das er aber »herausragend gemeistert« habe, so Nora Abdel Rahman im Mannheimer Morgen (7. März 2022). Beim »Feuervogel« entfalte der Choreograf »gruppendynamische Phänomene« und nutze dafür »wunderbar« die »Methoden des zeitgenössischen Tanzes«. Yi-Wei Lo habe die titelgebende Figur mit »phantastischer Ausdruckskraft« getanzt, umgeben von den »starken Persönlichkeiten« des Ensembles. Im Zentrum des zweiten Teil habe Kuan-Ying Su in einer »berührend paradoxen Mischung aus Kraft und Zerbrechlichkeit« agiert. Pérez zeige auch in dieser Choreografie »sein großes Vermögen, kleineste Verschiebungen in sozialen Gefügen tänzerisch auszudrücken«. Dazu habe das Philharmonische Orchester Heidelberg beide Werke Strawinskys mit »großem Gespür für die Kontraste, den rasenden Rhythmus und die komplexen Klänge« gespielt.

Auch Isabelle von Neumann-Cosel attestiert dem Choreografen in der Rhein-Neckar-Zeitung (7. März 2022), ihm gelinge es an diesem Abend »immer wieder ausgesprochen gut«, das »schnelle Kippen der Stimmung zwischen den Protagonisten« einzufangen: »die Nachahmung, mit der Kinder oft in Spiele einsteigen, der schnelle Wechsel der selbst erfundenen Spielregeln, das Ausgrenzen des- oder derjenigen, die sich nicht in diese Regeln fügen wollen oder können. Anderssein kann sehr plötzlich passieren.« Optisch prägend an diesem Abend seien die »farbenprächtigen, vielfältigen Kostüme«, spielerisch und mit »Phantasie« des Choreografen eingesetzt und die »starken optischen Drive« erzeugten.

GMD Elias Grandy habe mit seinem »energischen, aber auch sehr disziplinierten Dirigat« dafür gesorgt, dass sich »die ganze Kraft, ja eigentlich Gewalt dieser höchst expressiven Musik entfalten konnte und geradezu danach schrie, dass sie auf der Bühne in Bewegung umgesetzt wurde«, schreibt Frank Pommer in der Rheinpfalz (7. März 2022). Iván Pérez’ Choreografie habe dabei für einen »aufwühlenden« Abend »voller dramatischer Momente« gesorgt, die »den Einzelnen in das Spannungsfeld aggressiver, ihn bedrohender gesellschaftlicher Kräfte setzte«.

Mit freundlicher Unterstützung durch